„Am liebsten würde ich in Yukon`s Bauch sein. Da ist es schön warm und sicher“

Es berührt und macht nachdenklich, wenn Menschen mit unterschiedlichsten Handicaps – Ängsten, depressiven Stimmungen, Lebenskrisen, schweren Depressionen, Suchterkrankungen, nach Unfällen – bei ihrer Therapie auch Tieren begegnen. Da passiert etwas. Die folgenden Äußerungen beziehen sich alle auf Hunde, die professionell tiergestützt arbeiten. Das heißt, dass die Hunde nicht „nur“ anwesend sind, um gute Stimmung zu verbreiten und zum Berühren, sondern die Therapeutin mit Mensch und Hund gezielt arbeitet.

Mich berühren die Reaktionen und Äußerungen von Patienten zutiefst. Auf diesem Gebiet, das ist sicher, schlummern noch große Möglichkeiten auf dem Weg zu mehr Wohlbefinden.

Ich will mir nach dem Klinikaufenthalt wieder einen Hund anschaffen. Ich möchte mich wieder um jemanden intensiv kümmern. Außerdem bringt ein Hund Abwechslung und Regelmäßigkeit in den Alltag.“ Frau N.

„Wenn ich bei den Tieren bin, geht es mir immer besser. Vorhin habe ich mich noch richtig schlecht gefühlt. Zum Glück wartet zu Hause meine Katze auf mich.“ Frau P.

„Das ist doch die beste Therapie. Das muss man unbedingt mitmachen. Das will ich auf keinen Fall verpassen!“ Herr B., Senior

„Ich will mir mit meinem Sohn zusammen einen Hund anschaffen, weil mir ein Hund gut tut.“ Frau P.

„Mir hat das sehr gut getan. Schade, dass es mit den Hunden erstmal nicht weiter geht. Ich habe mich sehr entspannt.“ Andreas G.

„ Ich habe mich schon sonntags auf die Hunde gefreut. Es waren mit die besten Therapiestunden. Ich habe mich dabei sehr wohlgefühlt.“ Frau M.

„Es hat großen Spaß gemacht. Ohne Hund geht es bei mir gar nicht. Unser Hund ist für uns eine wichtige Persönlichkeit.“ Herr T., 58

„Heute geht es mir nicht gut, aber ich fühle mich wohl bei den Hunden.“ Frau H., 72

„Heute dreht sich alles so ein bisschen im Kopf. Aber Mühe gibt man sich trotzdem beim Streicheln.“ Frau F., Seniorin

„Mir ging es gestern so sehr schlecht. Mich hat nur der Gedanke an die Hunde heute aufrecht gehalten.“ Frau G.

„Ich komme mit Tieren besser klar als mit Menschen. Die Tiere lügen wenigstens nicht. Ich komme zur nächsten Therapie unbedingt wieder.“ Herr E., 29

„Ich habe wegen dem Stress heute starke Kopfschmerzen. Los Jungs (gemeint sind die Hunde), kommt mal her. Sorgt mal dafür, dass die Kopfschmerzen weggehen. Hier kann man wenigstens den Stress vergessen.“ Michael S.

„Ich glaube, das tut uns beiden sehr gut (lächelt den Hund an). Ich verrenke mich gern deinetwegen.“ Frau K.

„Mir fehlen meine Tiere. Zum Glück haben wir hier Tierkontakt.“ Patientin, Anfang 20

„Wollen wir nicht die Hunde mit auf Station nehmen? Das würde großen Spaß machen. Die Hunde sind so toll, besonders der Kleine. Dann wäre richtig Stimmung bei uns. Wir wären ordentlich beschäftigt.“ Frau B., 31

„Das ist ja hier eine richtige Therapie – sich durchsetzen müssen, nein sagen lernen, konsequent bleiben. Eben alles, was ich sowieso lernen muss.“ Frau B., Anfang 20

„Hier komme ich absolut zur Ruhe. Ich habe dann keine Kopfbeschwerden mehr. Ich könnte den Hund die ganze Stunde lang kämmen. Am liebsten würde ich nur diese Therapie machen. Die anderen Therapien halte ich oft nicht aus. Töpfern ist auch gut.“ Herr S.

„Ich habe mich wieder mal sehr wohl gefühlt. Mir reicht oft zur Entspannung, dass ich die Hunde einfach nur beobachte. Das geht mir mit meinem Hund genauso. Dann sieht man ihn schlafen und ist völlig gelöst.“ Herr L., Senior

 „Ich habe eine soziale Phobie. Das ist aber nur bei Menschen so. Mit Hunden komme ich gut zurecht. Mir tut der Kontakt sehr gut. Und ich merke auch, dass das längere Zeit nachwirkt. Hier kann man sich gut öffnen.“ Herr M.

„Jetzt ist mir das egal. Ich streichele auch die Hunde. Mehr als husten kann ich schließlich nicht.“ Eine weibliche Patientin mit Hundehaarallergie

„Ich habe mir zwei Finger gebrochen. Aber das macht nichts. Dann nehme ich eben die andere Hand zum Streicheln.“ Frau R., Seniorin

„Ich habe mich schon so auf euch gefreut. Habe extra einen kurzen Mittagsschlaf gemacht.“ Frau K., Mitte 40

„Wenn ich draußen erzähle, dass ich hier in der Klinik Hunde gestreichelt habe, dann erklären die mich wohl für bekloppt.“ Frau G.

„Ich möchte so gerne einen Hund, da er mir gut tut. Man hat Beschäftigung, geht vor die Tür, muss sich kümmern. Aber meine Schwiegertochter möchte das nicht wegen dem Baby. Ich finde das nicht gerecht. Aber sie will mir dann das Enkelkind nicht mehr geben. Dabei bin ich so ein sauberer Mensch.“ Frau M., 53

„Ich freue mich schon immer auf Freitag. Ich kann die Stunde kaum erwarten. Ich hab die Hunde so lieb gewonnen, dass ich sogar von ihnen träume. Mir geht richtig das Herz auf.“ Frau P.

„Na Lord, du bist doch mein Freund. Komm doch her.“ Lord setzt sich vor Herrn J. und fixiert ihn. Herr J.: „Das kann ich auch.“ Er setzt sich gerade hin und blickt den Hund an. Da legt sich Lord hin und schaut Herrn J. an. Herr J. „Das kann ich nicht. Aber ich kann mit dir reden.“ Herr J., Mitte 70

„Ich will auch deshalb clean werden, damit ich mit meinen Hunden wieder richtig umgehen kann. Die Hunde meiden mich, wenn ich getrunken habe.“ Frau M.

„Am liebsten würde ich in Yukon`s Bauch sein. Da ist es schön warm und sicher. Und wenn ich sehen will, was in der Welt los ist, dann würde ich aus seinem Maul rausschauen.“ Frau I.

„Wenn ich mich geärgert habe, habe ich mir vorgestellt, dass Yukon vor mir sitzt und dann war alles gut. Dann habe ich sogar Ergotherapie gut überstanden… Ich konnte schon immer besser mit Tieren umgehen als mit Menschen…Tiere lügen nicht…Ich bin schon als Kind immer alleine gelassen worden und deshalb habe ich kein richtiges Vertrauen mehr zu Menschen.“ Frau M.

„Ach Lord, bei dir kann ich endlich mal wieder herzlich lachen. Das tut richtig gut.“ Frau K.

„Ich bin ziemlich aggressiv vom Spaziergang gekommen. Und jetzt nehme ich den Hund in den Arm und alle Aggressionen verschwinden. Mir geht es wieder richtig gut.“ Frau H.

„Als ich mir den Fuß gebrochen hatte, wollte ich so gerne die Hunde bei mir haben. Aber die Betreuer haben das nicht erlaubt. Ich wäre sogar gerne erst nach der Hundestunde ins Krankenhaus gefahren. Ich mag doch die Hunde so gerne.“ Mann, Anfang 20

:„Das ist doch die beste Therapie. Das muss man unbedingt mitmachen. Das will ich auf keinen Fall verpassen!“ Herr B., Senior

„Ich will mir mit meinem Sohn zusammen einen Hund anschaffen, weil mir ein Hund gut tut.“ Frau P.

 

 

 

 

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